E-Bilanz · KG

E-Bilanz für die KG: Komplementär, Kommanditisten und KI

Die Kommanditgesellschaft ist buchführungspflichtig und übermittelt ihre E-Bilanz im PG-Profil — mit eigener Kapitalkontenentwicklung für Komplementär und Kommanditisten. Unsere KI ordnet die Saldenliste automatisch zu und bereitet den Datensatz für die Feststellungserklärung vor.

Komplementär und Kommanditisten in der E-Bilanz

Unterschiedliche Haftung, ein Datensatz

Komplementäre haften unbeschränkt, Kommanditisten nur mit ihrer Einlage — für die E-Bilanz zählt vor allem die gesellschaftsrechtliche Rolle bei der Kapitalkontenentwicklung. Beide Gesellschafterarten werden im PG-Profil mit eigener Kapitalkontenführung erfasst. Die unterschiedliche Haftung selbst wirkt sich nicht auf die Bilanzgliederung aus, wohl aber auf die Zuordnung von Verlustanteilen.

Natürliche Person oder GmbH als Komplementär

Ist der Komplementär eine natürliche Person, bleibt es bei einer E-Bilanz für die KG. Ist er eine GmbH (dann handelt es sich um eine GmbH & Co. KG), reicht diese zusätzlich eine eigene E-Bilanz im KSt-Profil ein. Diese Unterscheidung sollten Sie bereits bei der Einrichtung der Stammdaten korrekt hinterlegen.

Kapitalkonten-Modelle

Je nach Gesellschaftsvertrag werden für Kommanditisten teils mehrere Kapitalkonten geführt, etwa Festkapital-, Verlustvortrags- und Rücklagenkonto. Die Software bildet die jeweiligen Kontenmodelle in der Kapitalkontenentwicklung ab. So bleibt für jeden Kommanditisten nachvollziehbar, welcher Anteil am Eigenkapital fest und welcher variabel geführt wird.

GCD-Stammdaten der Gesellschafter

Auch bei der KG verlangt der Datensatz GCD-Stammdaten wie Steuernummer, Bundesfinanzamtsnummer und die Angaben zu Komplementär und Kommanditisten. Diese Stammdaten hinterlegen Sie einmalig; die Software übernimmt sie automatisch in jede weitere E-Bilanz. Ein Gesellschafterwechsel erfordert lediglich eine Aktualisierung der betroffenen Angaben.

PG-Profil der KG im Überblick

  • Kapitalkontenentwicklung getrennt nach Komplementär und Kommanditisten
  • Sonderbetriebsvermögen und Ergänzungsbilanzen, sofern vorhanden
  • Zuordnung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Einkünfte
  • Berücksichtigung mehrerer Kapitalkonten je Kommanditist, etwa Fest-, Verlustvortrags- und Rücklagenkonto
  • Mussfeld-, Summen- und Plausibilitätsprüfung inklusive Aktiva-Passiva-Abgleich vor der Ausgabe

So läuft die E-Bilanz in Schritten

  • Schritt 1: Summen- und Saldenliste (SKR03, SKR04 oder individuell) hochladen oder Bilanz und GuV manuell erfassen
  • Schritt 2: GCD-Stammdaten hinterlegen — Steuernummer, Bundesfinanzamtsnummer, Anschrift und Gesellschafterdaten von Komplementär und Kommanditisten
  • Schritt 3: Die KI ordnet die Konten den Mussfeldern, Sollfeldern und rechnerisch notwendigen Mussfeldern des PG-Profils zu, inklusive Kapitalkonten je Gesellschafter
  • Schritt 4: Mussfeld-, Summen- und Plausibilitätsprüfung inklusive Aktiva-Passiva-Abgleich vor der Ausgabe
  • Schritt 5: Download der ERiC-validierten XBRL-Datei; Übermittlung über Mein ELSTER bzw. ERiC oder Ihren Steuerberater zusammen mit der Feststellungserklärung

Typische Fehler und Abgrenzungen bei der KG

  • Komplementär und Kommanditisten in der Kapitalkontenentwicklung nicht sauber trennen
  • Bei Wechsel des Komplementärs zu einer GmbH die zusätzliche KSt-Profil-E-Bilanz übersehen
  • Unterschiedliche Kapitalkonten-Modelle einzelner Kommanditisten nicht abbilden
  • Fehlende Mussfelder mit 0,00 statt als leer (NIL) ausweisen
  • Veraltete Taxonomie-Version für ein zurückliegendes Wirtschaftsjahr nutzen
  • Annehmen, die Software übermittle direkt ans Finanzamt, statt über Mein ELSTER/ERiC oder Steuerberater

Wechsel des Komplementärs: von natürlicher Person zur GmbH

Wird der bisherige Komplementär einer KG durch eine neu gegründete GmbH ersetzt, entsteht rechtlich eine GmbH & Co. KG. Für die E-Bilanz bedeutet dies, dass ab dem Wirtschaftsjahr des Wechsels zusätzlich zur bestehenden PG-Profil-E-Bilanz der KG eine eigene KSt-Profil-E-Bilanz für die neue Komplementär-GmbH entsteht.

Die Kapitalkontenentwicklung der KG selbst läuft davon unabhängig weiter; lediglich die Rolle des bisherigen Komplementärs endet, und die neue GmbH wird als Gesellschafterin mit eigener, meist überschaubarer Kapitalbeteiligung erfasst.

Datenquellen, eigene KI und Datensicherheit

Grundlage ist Ihre Summen- und Saldenliste nach SKR03, SKR04 oder individuellem Kontenrahmen — als Export, Excel/CSV-Datei oder manuelle Erfassung, ergänzt um die Kapitalkonten- und Gesellschafterdaten von Komplementär und Kommanditisten. Aus derselben Saldenliste entstehen ohne Doppelerfassung auch der HGB-Jahresabschluss und die laufende Buchhaltung.

Die Zuordnung der Konten übernimmt die eigene, hauseigene KI des Anbieters MLR Ventures UG, die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform auf Servern in Deutschland und der EU. Die KI schlägt vor, die integrierte Mussfeld-, Summen- und Plausibilitätsprüfung kontrolliert vor jeder Ausgabe.

Häufige Fragen

Was unterscheidet die E-Bilanz der KG von der GmbH & Co. KG?

Bei der reinen KG mit natürlicher Person als Komplementär gibt es nur eine E-Bilanz im PG-Profil. Bei der GmbH & Co. KG kommt zusätzlich die eigene E-Bilanz der Komplementär-GmbH im KSt-Profil hinzu.

Wie werden Kommanditisten in der Kapitalkontenentwicklung abgebildet?

Jeder Kommanditist erhält eine eigene Kapitalkontenentwicklung mit Anfangsbestand, Einlagen, Entnahmen, Gewinn- oder Verlustanteil und Endbestand, passend zum im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Kontenmodell.

Ist die KG immer buchführungspflichtig?

Als Personenhandelsgesellschaft ja, unabhängig von Größe oder Umsatz — damit besteht auch die Pflicht zur E-Bilanz nach § 5b EStG.

Kann ich die E-Bilanz der KG ohne Steuerberater erstellen?

Ja, Sie können die Datei selbst erstellen und über Mein ELSTER übermitteln. Bei komplexeren Kapitalkonten- oder Sonderbilanz-Konstellationen empfiehlt sich eine Abstimmung mit dem Steuerberater.

Was kostet die E-Bilanz für die KG?

20 € pro Wirtschaftsjahr, einmalig ohne Abo, Zahlung erst beim Download.

Was passiert, wenn die KG mehrere Kommanditisten mit unterschiedlichen Kapitalkonten-Modellen hat?

Jeder Kommanditist erhält eine eigene Kapitalkontenentwicklung passend zum vereinbarten Modell — die Software bildet Fest-, Verlustvortrags- und Rücklagenkonten getrennt ab.